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20.07.2026 aus 
OVGU-Pressemitteilungen
Uni Magdeburg wird Knotenpunkt für Forschungsdatenmanagement

Uni Magdeburg wird Knotenpunkt für Forschungsdatenmanagement

20.07.2026 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg soll Knotenpunkt für das Forschungsdatenmanagement in Sachsen-Anhalt werden. Das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt übergab der Universität am 20. Juli 2026 Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro. 

Mit dem Geld wird bis Ende 2029 an der Universität Magdeburg eine landesweite Koordinierungsstelle aufgebaut, die über einzelne Fachbereiche und Hochschulen hinweg zunächst den Bedarf für den Aufbau eines Forschungsdatenmanagements (FDM) der Hochschulen im Land ermittelt und darauf aufbauend gemeinsame Lösungen für den Umgang mit Forschungsdaten entwickelt.

„Daten sind digitales Gold, Forschungsdaten eine zentrale Ressource für exzellente Wissenschaft und Innovation“, betonte Wissenschafts-Staatssekretär Thomas Wünsch bei der Übergabe. „Forschungsdaten sind entscheidend für Qualität, Transparenz und internationale Anschlussfähigkeit der Forschung. Mit der Gründung der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement und der Einrichtung der Koordinierungsstelle an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg schaffen wir die Grundlage, um diesen Punkten gerecht zu werden. Wir stärken damit zugleich die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen.“

Forschungsdaten sind der Rohstoff moderner Wissenschaft. Sie entstehen etwa bei medizinischen Studien, technischen Messreihen, Simulationen oder Befragungen. Werden sie einheitlich dokumentiert und sicher gespeichert, lassen sich Forschungsergebnisse besser überprüfen, Daten immer wieder nutzen und wissenschaftliche Erkenntnisse schneller gewinnen. „Über diesen strukturierten Prozess des Forschungsdatenmanagements werden aufwändig erhobene wissenschaftliche Daten Forscherinnen und Forschern weltweit zur Nutzung zur Verfügung gestellt“, so der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. Auch immer mehr Fördermittelgeber verlangten inzwischen Angaben dazu, wie Forschungsdaten erhoben, dokumentiert und langfristig gesichert werden. Ohne verlässliche Strukturen für dieses FDM drohten Hochschulen im bundesweiten und internationalen Wettbewerb um Fördermittel, Fachkräfte und Kooperationen zurückzufallen.

„Bislang entwickeln die Hochschulen in Sachsen-Anhalt ihre Strukturen für den Umgang mit Forschungsdaten weitgehend selbst. Das birgt die Gefahr von Insellösungen, Doppelarbeit und unterschiedlichen Qualitätsstandards. Die neue Landesinitiative soll deshalb vorhandenes Wissen bündeln und gemeinsame Lösungen für das gesamte Land schaffen.“ 

Genau hier setze die durch die IT-Kommission der Hochschulen des Landes vorangetriebene neue Landesinitiative Forschungsdatenmanagement an. Dabei geht es auch um Unterstützung der Hochschulen beim Datenschutz und beim Durchsetzen von Standards, um Rechtssicherheit, Lizenzfragen und die langfristige Sicherung wissenschaftlicher Daten. Eine zentrale Koordination bei diesen Themen hilft dabei, die Aufgaben über die Landeshochschulen zu verteilen, um so gemeinsam landesweite Angebote für das FDM zu schaffen. Hier werden zukünftig mit dem neuen Rechenzentrum Campus LSA in Barleben geeignete technische Infrastrukturen bereitstehen.

Die neue Struktur soll Sachsen-Anhalts Hochschulen zudem enger mit der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und weiteren überregionalen Netzwerken verbinden. Dadurch werden Forschungsergebnisse aus dem Land sichtbarer, besser nutzbar und leichter mit Partnern aus Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Gesellschaft verknüpft.

Erst im Juli 2026 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern beschlossen, die NFDI langfristig mit rund 98,7 Millionen Euro jährlich bis Ende 2038 weiter zu fördern. Damit erhält die NFDI eine verlässliche Perspektive, um als deutschlandweite Anlaufstelle für Forschungsdatenmanagement-Dienste und Beratungsangebote fachübergreifend weiterzuentwickeln. Die FDM-Landesinitiative in Sachsen-Anhalt schafft die notwendige Grundlage, damit die Hochschulen des Landes von dieser nationalen Infrastruktur profitieren können. 

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Bild 1 // Jana Dünnhaupt/Uni Magdeburg // Dr. Stephan Jacob, Leiter des Universitätsrechenzentrums der Uni Magdeburg, Wissenschafts-Staatssekretär Thomas Wünsch, Prof. Jens Strackeljan, Rektor der Uni Magdeburg, und Prof. Andreas Nürnberger von der Fakultät für Informatik (von links nach rechts) bei der Fördermittelübergabe auf dem Campus der Uni Magdeburg.


Autor:in Katharina Vorwerk
Dr. Stephan Jacob
Tel.: 0391-67-58553
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Autor:in: Katharina Vorwerk
Quelle: OVGU-Pressemitteilungen