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26.01.2026 aus 
Studium + Lehre
Ingenieurswissenschaften, Informatik und KI vereint

Ursprünglich kommt Cedrik Törpel aus Monheim in Nordrhein-Westfalen. Bereits dort war ihm klar, dass ein Studium im Bereich Maschinenbau infrage für ihn kommen würde. Über das Internet stieß er schließlich auf den Studiengang „AI Engineering – Künstliche Intelligenz in den Ingenieurwissenschaften“ an der Otto-von-Guericke-Universität und entschied sich aufgrund seiner Vorkenntnisse in Informatik für ein Studium in Magdeburg. Mittlerweile hat sich Törpel in der Ottostadt eingelebt und ist froh über die Wahl seines Studiums. „Der Studiengang erfüllt meine Erwartungen und ich mag besonders, dass wir sehr viel im praktischen Bereich arbeiten, ohne uns in der Theorie zu verlieren. Gefühlt die Hälfte unserer Studieninhalte sind praktischer Natur“, kommentierte der gebürtige Nordrhein-Westfale.

Der 52-köpfige Studiengang „AI Engineering – Künstliche Intelligenz in den Ingenieurwissenschaften“ ist seit 2023 landesweit der erste seiner Art. Das Besondere an ihm ist, dass er eine Schnittstelle zwischen den Bereichen Informatik und Ingenieurswissenschaften darstellt. Die Grundidee hinter dem Studiengang ist, dass es viel Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen etwa Anwendern der Ingenieurswissenschaften, wie etwa Maschinenbauern und Informatikern gibt. Maschinenbauer und Informatiker bleiben laut Ansicht der AI Engineering-Studierenden jedoch unter sich und verstehen einander und ihre jeweiligen Fachrichtungen nicht. AI Engineering als Studiengang möchte diese Lücke überwinden. Die Studierenden sollen Fähigkeiten aus beiden Bereichen einsetzen und an Außenstehende Kenntnisse in Ingenieurswissenschaften und Informatik weitervermitteln können. Künstliche Intelligenz bildet hierbei die Schnittstelle zwischen beiden Wissenschaften. Der Studiengang wird als Kooperationsstudiengang angeboten. Nach dem vierten von insgesamt sieben Semestern können sich die Studierenden für eine Vertiefungsrichtung an der OVGU oder anderen Hochschulen aus Sachsen-Anhalt entscheiden.

Während in den ersten vier Semestern die Grundlagen von Ingenieurswissenschaften und Informatik vermittelt werden, wird dieses Wissen oft in Zusammenarbeit mit Unternhemen bei den Projekten der Studenten eingesetzt. Törpel selbst arbeitet momentan an einem Gruppenarbeitsprojekt mit. Mithilfe von KI sollen 3D-Umgebungen verarbeitet werden um Objekte zu erkennen und diese instand zu halten. Dabei wird die KI von den Studenten selbst programmiert und anschließend trainiert. Cedric Törpel beschreibt, wie sich die Daten und die Zielstellung des Projektes zuerst angesehen werden müssen, bevor es an die Programmierung geht. „Man wählt aus dem Wissen, das man hat, ein bestimmtes KI-Model aus, je nach Anwendungsfall. Anschließend setzt man sich daran, dass man einen Ablauf mittels Computersprache aufbaut.“ Durch Versuche in der Praxis wird die KI dann auf den echten Einsatz abgestimmt.

Cedric Törpels Studiengang möchte mit solchen Projekten das Potenzial von KI für technische Probleme etwa in den Bereichen Industrie und Medizin einsetzen. Der Bachelorstudent ist selbst überzeugt, dass etwa in bestimmten Bereichen der Industrie Automatisierungspotenzial vorhanden ist. Dabei betont er, dass KI keinesfalls dazu gedacht sein soll, menschliche Arbeitskraft zu ersetzen, sondern zu unterstützen, etwa bei Aufgaben, die monoton sind oder eine Verletzungsgefahr mit sich bringen. „Beim Umgang mit etwa heißen Gegenständen ist es leichter, das von Robotern machen zu lassen, als von Menschen. Letztendlich wird es aber immer Leute geben müssen, die diese Maschinen überwachen“, erklärt der Student.

Nach seinem Studium hofft er mit seinem Wissen in der Unternehmensberatung arbeiten zu können. Gleichzeitig möchte er im späteren Berufsleben aber auch praktisch arbeiten, um wie in seinem Studiengang eigene Projekte entwickeln und umsetzen zu können.

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Autor:in: Yannick Gieser