Wie wirkt man dem zunehmenden Bewegungsmangel von Kindern entgegen?�� F��r die Lehramtsstudentin Leoni Schramm von der Universit��t Magdeburg ist die Antwort klar: durch alltagsnahe, einfach und gut umsetzbare Bewegungskonzepte f��r Schulen. Sie studiert im Bachelor Beruf und Bildung mit den F��chern Wirtschaft und Sport.
���Je intensiver ich mich mit diesem Thema besch��ftigt habe, desto bewusster wurde mir, wie wenig sich Kinder heutzutage tats��chlich bewegen���, sagt die Studentin. Aus diesem Grund widmet sich ihre Bachelorarbeit einer L��sung f��r den Bewegungsmangel von Kindern. Hierf��r hat sie ein Unterrichtskonzept entwickelt, das Lehrkr��ften hilft, die von der WHO empfohlenen 60 Minuten t��gliche Bewegung in den Schulalltag zu integrieren und gleichzeitig die motorischen F��higkeiten von Sch��lern und Sch��lerinnen gezielt f��rdert. Ihr Ziel ist es aufzuzeigen, wie leicht sich Bewegung in den Alltag einbauen l��sst.
Die Idee entstand bei der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Konzepten der ���Bewegten Schule���. Insbesondere finnische Schulen sind hier Vorreiter. Allerdings handelt es sich dabei um sehr umfassende Konzepte. ���Das erfordert in der Anfangsphase viel Organisation und k��nnte viele Schulen zun��chst abschrecken���, schlie��t Leoni. Aus diesem Grund legt sie bei ihrem entwickelten Konzept besonderen Wert auf eine niedrige Starth��rde. Zum Beispiel k��nnen in einer Art Parcours Bewegungen mit Verben verkn��pft oder kurze Bewegungspausen in den Unterricht eingebaut werden.
Besonders wertvoll ist f��r Leoni die enge Zusammenarbeit mit zwei regionalen Schulen. Dort kann sie ihr Konzept im realen Schulalltag erproben und gleichzeitig die W��nsche und Ziele der Schulen ber��cksichtigen. Das f��hrt dazu, dass ihre Arbeit besonders praxisnah gestaltet ist. Auch k��nftig unterst��tzt sie die Lehrkr��fte in der Umsetzung durch Weiterbildungen und Materialsammlungen.
Die Praxiseins��tze haben auch ihre Perspektive auf das Lehramtsstudium erweitert: ���Im Unterricht geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um p��dagogisches und soziales K��nnen.��� Geduld, Einf��hlungsverm��gen und Flexibilit��t seien im Lehrberuf entscheidend. Das sind Qualit��ten, die meist erst im Schulalltag erworben werden. Durch Praxiseins��tze, k��nnen diese Kompetenzen jedoch bereits im Studium erlernt werden.
Neben ihrer Abschlussarbeit organisierte Leoni gemeinsam mit Vertretenden des Lehrstuhls und des Landes die Veranstaltung ���Schulentwicklung im Dialog���. Ein Projekt, dass im Rahmen eines Seminars organisiert wurde. Neben der Vorstellung von Lehr- und Lernkonzepten konnten sich interessierte Schulen und Kindertagesst��tten mit Uniangeh��rigen zum Thema Schulentwicklung austauschen. ���Sehr viele Institutionen folgten den Einladungen. Dadurch gab es ��ber elf verschiedene Thementische, spannende Referate und tolle Workshops���, berichtet Leoni von der Veranstaltung.
Leonis Arbeit zeigt, wie wichtig die Kooperationen zwischen Universit��ten, Schulen und auch Kindertagesst��tten sind. Studierende bringen aus der Universit��t neue Ideen und Konzepte mit, gleichzeitig k��nnen sie praktische Erfahrungen sammeln und Lehrkr��fte unterst��tzen. Denn, wie die Studentin aus ihrer Erfahrung schlussfolgert: ���Jede dieser Institutionen verf��gt ��ber eigene St��rken und Kompetenzen. Im Austausch k��nnen alle davon profitieren���.