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Leoni Schramm zeigt Plakat zur Veranstaltung
13.02.2026 aus
Studium + Lehre
Eine Studentin zeigt, wie Schule aktiver werden kann

Wie wirkt man dem zunehmenden Bewegungsmangel von Kindern entgegen? Fr die Lehramtsstudentin Leoni Schramm von der Universitt Magdeburg ist die Antwort klar: durch alltagsnahe, einfach und gut umsetzbare Bewegungskonzepte fr Schulen. Sie studiert im Bachelor Beruf und Bildung mit den Fchern Wirtschaft und Sport.

Je intensiver ich mich mit diesem Thema beschftigt habe, desto bewusster wurde mir, wie wenig sich Kinder heutzutage tatschlich bewegen, sagt die Studentin. Aus diesem Grund widmet sich ihre Bachelorarbeit einer Lsung fr den Bewegungsmangel von Kindern. Hierfr hat sie ein Unterrichtskonzept entwickelt, das Lehrkrften hilft, die von der WHO empfohlenen 60 Minuten tgliche Bewegung in den Schulalltag zu integrieren und gleichzeitig die motorischen Fhigkeiten von Schlern und Schlerinnen gezielt frdert. Ihr Ziel ist es aufzuzeigen, wie leicht sich Bewegung in den Alltag einbauen lsst.

Die Idee entstand bei der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Konzepten der Bewegten Schule. Insbesondere finnische Schulen sind hier Vorreiter. Allerdings handelt es sich dabei um sehr umfassende Konzepte. Das erfordert in der Anfangsphase viel Organisation und knnte viele Schulen zunchst abschrecken, schliet Leoni. Aus diesem Grund legt sie bei ihrem entwickelten Konzept besonderen Wert auf eine niedrige Starthrde. Zum Beispiel knnen in einer Art Parcours Bewegungen mit Verben verknpft oder kurze Bewegungspausen in den Unterricht eingebaut werden.

Besonders wertvoll ist fr Leoni die enge Zusammenarbeit mit zwei regionalen Schulen. Dort kann sie ihr Konzept im realen Schulalltag erproben und gleichzeitig die Wnsche und Ziele der Schulen bercksichtigen. Das fhrt dazu, dass ihre Arbeit besonders praxisnah gestaltet ist. Auch knftig untersttzt sie die Lehrkrfte in der Umsetzung durch Weiterbildungen und Materialsammlungen.

Die Praxiseinstze haben auch ihre Perspektive auf das Lehramtsstudium erweitert: Im Unterricht geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um pdagogisches und soziales Knnen. Geduld, Einfhlungsvermgen und Flexibilitt seien im Lehrberuf entscheidend. Das sind Qualitten, die meist erst im Schulalltag erworben werden. Durch Praxiseinstze, knnen diese Kompetenzen jedoch bereits im Studium erlernt werden.

Neben ihrer Abschlussarbeit organisierte Leoni gemeinsam mit Vertretenden des Lehrstuhls und des Landes die Veranstaltung Schulentwicklung im Dialog. Ein Projekt, dass im Rahmen eines Seminars organisiert wurde. Neben der Vorstellung von Lehr- und Lernkonzepten konnten sich interessierte Schulen und Kindertagessttten mit Uniangehrigen zum Thema Schulentwicklung austauschen. Sehr viele Institutionen folgten den Einladungen. Dadurch gab es ber elf verschiedene Thementische, spannende Referate und tolle Workshops, berichtet Leoni von der Veranstaltung.

Leonis Arbeit zeigt, wie wichtig die Kooperationen zwischen Universitten, Schulen und auch Kindertagessttten sind. Studierende bringen aus der Universitt neue Ideen und Konzepte mit, gleichzeitig knnen sie praktische Erfahrungen sammeln und Lehrkrfte untersttzen. Denn, wie die Studentin aus ihrer Erfahrung schlussfolgert: Jede dieser Institutionen verfgt ber eigene Strken und Kompetenzen. Im Austausch knnen alle davon profitieren.

Autor:in: Isabell Meiner