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24.07.2026 aus 
OVGU-Pressemitteilungen
Universität Magdeburg stärkt ihre Rolle im europäischen Hochschulraum

Universität Magdeburg stärkt ihre Rolle im europäischen Hochschulraum

24.07.2026 -

Mit einer Förderung von 7,2 Millionen Euro für die Hochschulallianz EU GREEN kann die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit acht europäischen Partneruniversitäten die Entwicklung eines gemeinsamen, länderübergreifenden Hochschulraums weiter vorantreiben. Die Europäische Kommission hat die Anschlussförderung des Hochschulnetzwerks bis Ende 2028 bewilligt. Damit können erfolgreich begonnene Projekte aus der ersten Förderphase verstetigt, neue gemeinsame Angebote entwickelt und die hochschulübergreifende Zusammenarbeit im Universitätsalltag verankert werden.

Die 2023 gegründete Hochschulallianz EU GREEN (European University Alliance for Sustainability: Responsible Growth, Inclusive Education and Environment) verbindet neun mittelgroße Universitäten aus Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und Schweden. Gemeinsam vertreten sie mehr als 157.000 Studierende und rund 13.900 Beschäftigte.

Ihr Ziel ist es, einen europäischen Hochschulraum zu schaffen, in dem Studierende, Lehrende und Forschende Wissen, Ideen und Infrastrukturen über Ländergrenzen hinweg teilen. Gemeinsam wollen die Partneruniversitäten Lösungen für Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und Migration entwickeln und in den Regionen praktisch erproben.

Die Anschlussförderung aus dem Erasmus+-Programm ermöglicht es nun, gemeinsame Studien- und Weiterbildungsangebote, Forschungsprojekte und Innovationsnetzwerke auszubauen. Zum Wintersemester 2027/28 soll erstmals ein gemeinsames Studienprogramm im Bereich „Renewable Energies“ starten. Dabei bündeln die beteiligten Universitäten ihre fachlichen Kompetenzen, Perspektiven, Lehrangebote und Infrastrukturen.

„Die weitere Förderung von EU GREEN eröffnet unserer Universität buchstäblich grenzenlose Möglichkeiten“, so der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Studierende können Angebote verschiedener europäischer Hochschulen nutzen, Forschende erhalten direkten Zugang zu Partnern, Expertise und Infrastruktur. Aus neun einzelnen Universitäten entsteht so Schritt für Schritt ein gemeinsamer Campus.“

Davon profitiere auch Sachsen-Anhalt, so Prof. Strackeljan weiter. „EU GREEN macht Magdeburg für junge Talente, Forschende, Gründungsinteressierte und Unternehmen in ganz Europa sichtbarer. Wer über dieses Netzwerk zu uns kommt, bringt neue Ideen und Kontakte mit. Daraus können Forschungskooperationen, Unternehmensgründungen und neue Impulse für den regionalen Arbeitsmarkt entstehen.“

Für die Universität Magdeburg sei die Mitgliedschaft zugleich von strategischer Bedeutung. Als einzige Hochschule in Sachsen-Anhalt gehöre sie einer Europäischen Hochschulallianz an und könne sich in diesem Verbund mit starken Partnern weiterentwickeln. „EU GREEN unterstützt uns auf dem im Hochschulentwicklungsplan gezeichneten Weg hin zu einer international vernetzten und zugleich regional verankerten Netzwerkuniversität. Damit stärkt die Allianz unsere Position im europäischen Wettbewerb um Studierende, Forschende und Kooperationspartner.“

In der ersten Förderphase von 2023 bis 2026 entstanden bereits gemeinsame Gremien und Entscheidungsstrukturen, Forschungsnetzwerke sowie internationale Lehr- und Austauschformate. Bis Ende 2026 werden fast 70 sogenannte Blended Intensive Programmes für Studierende angeboten. Sie verbinden digitale Lehre mit kurzen Aufenthalten an einer Partneruniversität und ermöglichen internationale Erfahrungen ohne ein vollständiges Auslandssemester.

Auch in der Forschung nimmt die Zusammenarbeit konkrete Formen an. Erste gemeinsame Vorhaben entstehen unter anderem in der Medizin und den Materialwissenschaften. Forschungswochen sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenbringen, Kompetenzen sichtbar machen und Labore sowie weitere Forschungsinfrastrukturen für Partner öffnen.

„Wer in Magdeburg studiert, lehrt oder forscht, soll die Angebote unserer europäischen Partner künftig so selbstverständlich nutzen können wie die auf dem eigenen Campus“, sagt Prof. Strackeljan. „Europa wird damit vom politischen Versprechen zur praktischen Erfahrung im Studien- und Forschungsalltag.“

Darüber hinaus entstehen im Rahmen von EU GREEN Reallabore, in denen Hochschulen, Kommunen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft gemeinsam Lösungen entwickeln und erproben. Im Dezember kommen die Partneruniversitäten dafür erneut im schwedischen Gävle zur „Conference of Parties“ (COP2) zusammen, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Städte und Regionen darüber zu sprechen, wie künftig die Hochschulen und ihr Umfeld nachhaltiger gestaltet werden können. 2028 wird die Universität Magdeburg Gastgeberin des Forums sein.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit enden weder an Landesgrenzen noch an den Grenzen einzelner Institutionen“, sagt die lokale EU GREEN-Koordinatorin an der Universität Magdeburg, Dr. Anne Herbik. „EU GREEN bündelt Kräfte, öffnet Wissen und Infrastruktur und macht europäische Zusammenarbeit für Studierende, Forschende und die Menschen in den Regionen konkret erlebbar.“

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Bild 1 // Jana Dünnhaupt/Uni Magdeburg // Mit einer Förderung von 7,2 Millionen Euro für die Hochschulallianz EU GREEN kann die Uni Magdeburg gemeinsam mit acht europäischen Partneruniversitäten die Entwicklung eines gemeinsamen, länderübergreifenden Hochschulraums weiter vorantreiben.


Autor:in Katharina Vorwerk
Dr. Anne Herbik
Tel.: 0391-67-58551
E-Mail:
Autor:in: Katharina Vorwerk
Quelle: OVGU-Pressemitteilungen