Vivian Reising kocht gern und probiert dabei unterschiedliche vegetarische Rezepte aus (Foto: privat)
13.04.2021 aus 
Campus + Stadt
Essen ist Genuss und Leidenschaft

Auf dem Sofa in einem Stapel von Kochbüchern versinken, neue Foodtrends ausprobieren oder im Supermarkt auf die Suche nach neuen Zutaten gehen – das sind die Lieblingsbeschäftigungen von Vivian Reising. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Fachdidaktik Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Uni Magdeburg – und darüber hinaus ist sie vor allem eine Food-Liebhaberin und das zeigt sie in ihrem Foodblog. Ab dem 17.04. wird sie beim „OVGU-Kochstudio goes VeggieVi“ auf dem Instagram-Kanal der Uni die Führung übernehmen und uns ihre leckeren vegetarischen Rezepte zeigen und so die Wartezeit bis zum nächsten heißgeliebten Mensa-Käseschnitzel verkürzen.

Vivian Reising hat schon während ihres Abiturs ihre Leidenschaft für digitale Medien entdeckt, weswegen sie sich entschieden hat Medienbildung zu studieren und das natürlich an der Uni Magdeburg. „Es war zunächst ungewohnt mit so viel Freiheiten umzugehen und auch thematisch war der Studiengang breiter aufgestellt als ich es vermutet hatte. Da ging es plötzlich um Pädagogik, digitale Bildungssettings und um Informatik und Computerspiele. Es war überraschend anders, aber es gefiel mir sehr gut, vor allem die praktische Umsetzung eigener Medienprojekte in Schulen oder Kinder- und Jugendeinrichtungen. Es gefiel mir so gut, dass ich auch noch den Master dran hing, der etwas forschungsorientierter ausgerichtet war“, erzählt sie. Seit 2018 ist sie nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni und promoviert. In Rahmen eines Drittmittelprojekts forscht sie an Gelingensbedingungen für Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung der Gesundheits- und Pflegeberufe. „Für die Forschungsfrage, welche Einstellungen sich gegenüber digitaler Medien bei Lehrkräften im Bildungsgängen der Gesundheit- und Pflegeberufe finden lassen, führe ich eine Online-Befragung an Berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen durch“, erklärt sie weiter. Neben dem Projekt habe sie außerdem eine Stelle in der Lehre. „Auch vor Corona war ich großer Fan digitaler Tools und digitaler Lehre, daher begrüße ich die aktuelle Entwicklung Richtung zeit- und ortsunabhängiges Lernen sehr. Ich denke es ist ein wichtiger Schritt getan die Lehrenden und Studierenden mehr für die digitalen Lehr- und Lernmöglichkeiten zu öffnen und sie als gewinnbringende Ergänzung zu etablieren“, so die Bloggerin abschließend.

In ihrer Freizeit allerdings trifft man die wissenschaftliche Mitarbeiterin vor allem in der Küche, zwischen Kochbüchern oder im Supermarkt, auf der Suche nach neuen und spannenden Lebensmitteln. „Eigentlich gab es nie den einen Moment, an dem ich zum Foodie geworden bin. Mich hat Kochen und das ganze Drumherum schon immer begeistert. Ich könnte mich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigen“, erzählt sie. Sie koche und backe gern und probiere vor allem gern neue Rezepte aus. „Essen ist für mich keine reine Nahrungsaufnahme, sondern Genuss und Leidenschaft“, so Vivian Reising. Dass eine Speise ansprechend angerichtet ist, sei genauso wichtig wie der Geschmack, egal ob bei Fine Dine oder Hausmannkost.

„Wichtig ist mir nur die Qualität der Zutaten und dass ich es mit einem gutem Gewissen essen kann“, meint Vivian Reising. Sie ernährt sich vegetarisch, vor allem aus ethischen Gründen, aber auch der Umwelt zu Liebe und hat ihr Hobby, das Experimentieren mit Lebensmitteln und Rezepten, seit November 2020 auf ein neues Level gebracht und ihren Foodblog begonnen. „Auf veggievi.de stelle ich einmal im Monat zu verschiedenen Themen vegetarische Menüs zusammen. Die Rezepte sind aufeinander abgestimmt und alle selbst von mir kreiert und erprobt“, erzählt die Bloggerin. Vor allem durch Corona sei der Gedanke an den eigenen Blog immer größer geworden. „Mein Freund hat mich schließlich ein bisschen angestoßen die ganzen Essensbilder, die ich ohnehin immer mache und die tollen Rezepte, die ich so koche, auch mal anderen zugänglich zu machen. Auf Feiern mit der Familie oder Freunden wurde regelmäßig nach meinen Rezepten gefragt, jetzt kann ich immer auf meinem Blog verweisen“, meint Vivian Reising lachend. Übrigens freuen sich auch die Kolleginnen und Kollegen über ihre Kochfähigkeiten. „Es gab im Dezember eine kleine Weihnachtsfeier im Team, da haben wir gemeinsam über Zoom gekocht. Hier habe ich die Rezepte vorbereitet, die Einkaufsliste vorher rumgeschickt und dann die Anleitungsschritte vor der Kamera gezeigt zum Nachmachen. Das hat wirklich viel Spaß gemacht und hat allen sehr gut gefallen und vor allem geschmeckt! Es gab ein 3 Gänge Menü in 30 Minuten“, erzählt sie. Und natürlich nimmt sie auch immer ins Büro leckere Sachen mit: „Das kann tatsächlich alles sein“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin. „Einige Dauerbrenner sind fruchtige Porridges in verschiedensten Varianten, ein frisches Avocado-Ei-Sandwich oder ein leckerer Quinoa- oder Couscous-Salat.“

Ihr Foodblog erlaube ihr, ihre kreative Ader auszuleben, als ein Ausgleich zu ihrem doch sehr strukturierten Bürojob. „Meine Begeisterung für all die Lieblingsthemen, für die mein Herz schlägt, wie Reisen, Kochen, Fotografieren, Social Media und Digitalisierung bringe ich so zusammen. Es bringt mir Freude anderen eine Inspiration zu sein und ihnen mit kreativen Ideen Genuss und Lebensfreude zu zaubern“, erzählt sie.

Ihr Ziel sei es, Menschen zusammenzubringen und sind wir ehrlich: Da gibt es natürlich nichts Besseres, als ein gemeinsames gutes Essen. Aber auch Themen wie Nachhaltigkeit und Tierwohl seien ihr wichtig. „Daher sehe ich meinen Blog auch als einen kleinen Anstoß, dass Menschen sich damit auseinandersetzen und zumindest hin und wieder auf den Konsum tierischer Produkte verzichten. Ich möchte mich überhaupt nicht mit erhobenen Zeigefinger hinstellen und anderen etwas aufdrücken. Aber allein, dass andere sich wenigstens hin und wieder von meinen fleischfreien Gerichten inspirieren lassen, ist ein Schritt in eine gute Richtung“, fasst sie zusammen.

Aktiv ist die Foodbloggerin zum Beispiel auch auf Instagram. Mit ihrem Format „Vivi’s Resterampe“ versucht sie zu zeigen, wie man Lebensmittelverschwendung vermeiden kann, indem sie mit den Resten aus ihrem eigenen Kühlschrank kocht – spontan und kreativ. Auf dem Instagram-Kanal der Uni wird sie ab dem 17.04. jede Woche am Samstag den Kochlöffel schwingen und uns mit leckeren und leichten vegetarischen Rezepten versorgen, die wir dann natürlich alle fleißig nachkochen! Lecker! Wir können es kaum erwarten!