Seit M��rz 2024 ist Sebastian Lang Juniorprofessor f��r KI-Anwendung in Produktion und Logistik an der Fakult��t f��r Maschinenbau. Au��erdem hat er ma��geblich am deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang AI Engineering mitgewirkt, einem interdisziplin��ren Programm an der Schnittstelle von K��nstlicher Intelligenz und Ingenieurwissenschaften. Das Studienangebot vereint die Expertise und Ressourcen gleich mehrerer Hochschulen: der Otto-von-Guericke-Universit��t Magdeburg, der Hochschule Anhalt, der Hochschule Harz, der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Hochschule Merseburg.
���Mir ist wichtig, nicht nur ��ber K��nstliche Intelligenz zu reden oder neue Modelle zu entwickeln���, sagt Lang. ���Mich interessiert, wie sich diese Konzepte ganz konkret auf industrielle Fragestellungen anwenden lassen. Das ist der rote Faden meiner Arbeit.���
Sein Alltag ist dabei alles andere als eint��nig: Programmieren geh��rt kaum noch dazu, stattdessen verbringt er viel Zeit mit dem Erstellen von Vorlesungsfolien f��r den AI-Engineering-Bachelor. ���PowerPoint ist aktuell wohl mein wichtigstes Werkzeug���, sagt er lachend. Dazu kommen Projektbetreuung, das Schreiben von Forschungsantr��gen und viele Gespr��che ��ber neue Kooperationen.
In seinem B��ro erz��hlen viele kleine Gegenst��nde ihre eigene Geschichte:

Ein Mini-Traktor erinnert an seine Zeit bei John Deere w��hrend des Masterstudiums. Eine Matroschka stammt aus Moskau, ein Mitbringsel von einem Vortrag, als die Beziehungen zu Russland noch enger waren. Und die kleine Puppe aus Kasachstan steht f��r seine engen wissenschaftlichen Kontakte dorthin und nach Kirgisistan. Einmal im Jahr h��lt Lang Vorlesungen an der Deutsch-Kasachischen Universit��t; erst k��rzlich war eine Delegation der Satbayev University in Magdeburg zu Gast, um neue Forschungsprojekte zu planen.
Auch China hat Spuren hinterlassen: Noch als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IFF besuchte er 2019 die Robotation Academy in Foshan, die als eine der treibenden Kr��fte f��r die Transformation S��dchinas zu einer intelligenten Fertigungs- und Roboterindustrie gilt. Von dort stammt ein kleiner Kuschelroboter, der bis heute einen Ehrenplatz im Regal hat.

Ein besonderes St��ck in der Vitrine ist ein Ford Thunderbird im Mad-Max-Look ��� ein Geschenk aus der vierten Klasse, das eine ungew��hnliche Geschichte durchlaufen hat. ���Damals bekam ich einen Modellbausatz geschenkt, aber als Grundsch��ler hatte ich noch kein Interesse am Basteln", erinnert sich Lang. Der Bausatz blieb ��ber 20 Jahre lang unge��ffnet. Als er das verpackte Modell beim Aufr��umen wiederentdeckte, erz��hlte er seinem alten Schulfreund davon ��� demselben, der es ihm damals geschenkt hatte. ���Er bot sofort an, das Auto f��r mich aufzubauen. Und weil er leidenschaftlicher Table-Top-Spieler ist und ein H��ndchen f��rs Basteln und Bemalen hat, verwandelte er den harmlosen Thunderbird kurzerhand in ein postapokalyptisches Gef��hrt." Das Ergebnis: ein Unikat, das aussieht, als k��me es direkt aus einem Mad-Max-Film ��� und das heute einen Ehrenplatz in Langs B��ro hat.

Und dann w��ren da noch die Quietscheentchen. Sie stammen vom BVL Supply Chain X, einer Veranstaltung des Bundesverbands f��r Logistik. Dort wurde Lang im vergangenen Jahr mit dem Wissenschaftspreis Logistik ausgezeichnet, eine gro��e Ehre, denn der Preis z��hlt zu den renommiertesten in der Branche. ���Mit meiner Freundin hatte ich eine kleine Challenge, wer die meisten Goodies abstauben kann���, erz��hlt er. ���Dabei kamen die Entchen und der kleine Superman zusammen.���

Auf einer Konferenzreise nach Hawaii in diesem Jahr legte Lang auf dem R��ckweg einen Stopp in San Francisco ein und fand dort ein ungew��hnliches Souvenir: eine Niete vom selben Hersteller wie jene in der Golden Gate Bridge. Kein Originalbauteil, aber ein St��ck Ingenieurskunst, das ihn fasziniert: ���Wenn man sieht, wie massiv diese Nieten sind und wie alt die zugeh��rige Br��cke ist, bekommt man Respekt vor der technischen Leistung, die hinter solchen Bauwerken steckt.���

Auf einem Regal reihen sich mehrere traditionelle H��te aus Zentralasien, Gastgeschenke und Erinnerungen an gemeinsame Projekte und Besuche in Kasachstan und Kirgisistan. Mittlerweile sind es schon drei oder vier St��ck, eine kleine, wachsende Sammlung.

Und nat��rlich gibt es auch ein Gruppenfoto: ���Das stammt von einer Tagung. Wir haben wirklich viel Spa�� im Team. Gerade auf Konferenzen treffen wir h��ufig alte Bekannte, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten. Hier auf dem Bild sind mein Kollege Tobias und ich mit Fabian Behrendt (Professor an der Hochschule Magdeburg-Stendal) und mit Stefan Galka (Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg). Uns Vier eint, dass wir Alumni des Studiengangs ���Wirtschaftsingenieur Logistik��� der Universit��t Magdeburg sind���, sagt Lang.��