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19.06.2026 aus 
Studium + Lehre
Von Anfang an dabei

Seit dem Wintersemester 2025/2026 wird an der Otto-von-Guericke-Universität der Bachelorstudiengang Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Sozialpädagogik angeboten. Das Studienprogramm hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und soll Studierende gezielt für soziale, inklusive und bildungsorientierte Arbeitsfelder qualifizieren.

Elisa Falke ist von Anfang an dabei. Die 21-Jährige studiert den Bachelor im zweiten Semester. „Ich hatte eigentlich den Plan, Psychologie zu studieren“, berichtet sie. „Allerdings hatte ich Probleme bei der Suche nach einem Studienplatz und musste mich dann recht spontan neu orientieren.“

Auf der Suche nach einem passenden Studium ist die Studentin dann auf den damals noch neuen Bachelorstudiengang gestoßen. „Den Studiengang habe ich deutschlandweit tatsächlich gar nicht so häufig gefunden“, erinnert sich die 21-Jährige. „Da ich gerne einem pädagogischen und sozialen Beruf nachgehen möchte, bot sich der Bachelor Erziehungswissenschaften hier in Magdeburg für mich als gute Basis an.“

Der Studiengang ist zulassungsfrei. Er setzt also weder einen NC noch eine Aufnahmeprüfung voraus. Für Elisa Falke ist Erziehungswissenschaft ein vielseitiges Fach. „Fast jede gesellschaftliche Ebene hat auch eine pädagogische Seite, weswegen man sich mit Politik, Medien und KI, Wirtschaft, Geschichte, sozialen Dynamiken und zahlreichen weiteren Themen auseinandersetzen muss“, erklärt sie. „Ich würde trotzdem sagen, der Hauptfokus in den ersten Semestern liegt auf verschiedenen Aspekten der Erziehung, der Sozialisation und des Lernens. Das ist meiner Meinung nach auch sinnvoll, um eine erziehungswissenschaftliche Basis zu schaffen.“

An ihre ersten Tage erinnert sich die Bachelorstudentin noch sehr gut. „Ich war auf jeden Fall super aufgeregt und organisatorisch überfordert. Am liebsten hätte ich mir den Campusplan ausgedruckt und von oben bis unten eingeprägt“, schildert die 21-Jährige mit einem Schmunzeln. „In meiner ersten Vorlesung habe ich realisiert, wie ernst die ganze Sache ist. Als dann die ersten wissenschaftlichen Begriffe und Theorien präsentiert wurden, wurde mir vor Augen geführt, dass ich den ganzen Stoff früher oder später lernen, anwenden und auch verstehen muss. Dennoch habe ich mich später gut in den Uni-Alltag eingefunden.“

Auch die erste Prüfungsphase war für Elisa Falke eine Herausforderung, da sie den Arbeitsaufwand zunächst unterschätzt hatte. „Ich musste sowohl Hausarbeiten als auch Klausuren bewältigen“, erklärt die Bachelorstudentin. „Während der Vorbereitung bin ich zunächst davon ausgegangen, dass man bei pädagogischen Themen nicht allzu viel falsch verstehen und wiedergeben kann. Aber tatsächlich waren die Klausuren und die Hausarbeiten sehr anspruchsvoll und ich musste letzten Endes doch noch viel lernen und viel Zeit und Konzentration investieren.“

Trotzdem bleibt die 21-Jährige optimistisch. Ihr Fazit aus der Prüfungsphase: „Zeitig genug anfangen, um die Vorlesungsinhalte nachzuarbeiten und viel Zeit für das Lernen einplanen.“

Für Elisa Falke verläuft eine typische Uniwoche aktuell sogar eher ruhig und selbstbestimmt. „Da habe ich mich jetzt wohl als Klischee-Studentin offenbart“, erzählt sie und lacht. „Um 10 Uhr stehe ich auf und laufe entspannt mit Kaffee in der Hand zur Uni. Typischerweise bin ich dann tatsächlich nur ein bis zwei Stunden pro Tag auf dem Campus. Die restlichen Aufgaben und Nachbereitungen erledige ich entweder in der Bibliothek, zu Hause oder mal in einem Café. Da ich recht wenig Vorlesungen oder Seminare pro Semester besuche, kann ich auch verhältnismäßig viel Zeit außerhalb der Uni verbringen“, so die Bachelorstudentin.

In ihrer Freizeit engagiert sich Elisa Falke als Sängerin bei der UniBigBand Magdeburg. „Seit Beginn meines Studiums bin ich dort Mitglied. Jede Woche proben wir und treten zu gegebenen Anlässen wie Weihnachten oder dem Semesterabschluss auf“, erklärt die Studentin. „Ich bin kürzlich auch dem UniBigBand-Rat beigetreten, der für die Organisation von Auftritten und Ausflügen verantwortlich ist. Allerdings muss ich noch eine Menge Erfahrungen machen und Abläufe verstehen, um mich der Rolle gewachsen zu fühlen.“

Für die Zukunft hat die Studentin schon konkrete Vorstellungen. „Mein aktueller Plan ist es, nach diesem Bachelorstudium einen Master in „Angewandte Sexualwissenschaften“ zu machen“, berichtet Elisa Falke. „Danach würde ich gerne als Sexualpädagogin arbeiten oder anschließend noch eine Zusatzqualifikation als Schwangerschaftskonfliktberaterin zu erwerben. In jedem Fall möchte ich mich für sexuelle Bildung, Selbstbestimmung und Freiheiten einsetzen und somit Menschen in ihrer Sexualitäts- und Identitätssuche unterstützen. Es liegt mir sehr am Herzen, dass wir uns aktiver mit uns und unseren sexuellen Bedürfnissen, Grenzen und Wünschen auseinandersetzen und somit der Tabuisierung dieser Themen entgegenwirken“, so die 21-Jährige abschließend.

Noch bis zum 15. September kann man sich für alle zulassungsfreien Studiengänge, wie Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, an der Uni Magdeburg bewerben.

Autor:in: Benjamin Güllmar