Vielfalt ist in Magdeburg täglich sichtbar: auf dem Campus, in Hörsälen und Seminaren, aber auch in Stadtteilen, Vereinen und Nachbarschaften. Doch wie wird aus diesem Nebeneinander ein echtes Miteinander? Mit der Diversity Challenge Magdeburg „Vielfalt denken, gestalten und leben“ laden die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und ihre Partnerinnen dazu ein, genau darüber nachzudenken und eigene Ideen für mehr Begegnung in Stadt und Universität zu entwickeln.
Die Diversity Challenge ist ein Wettbewerb, aber vor allem eine Einladung zum Mitgestalten. Gesucht werden Konzepte, Projekte und kreative Beiträge, die neue Räume für Austausch eröffnen und Vielfalt im Alltag sichtbar und erlebbar machen. Denn viele Fragen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens lassen sich nur beantworten, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen: Wie kann Vereinsamung entgegengewirkt werden? Wie gelingt Kommunikation in einer pluralistischen Gesellschaft? Wie können Menschen miteinander ins Gespräch kommen, die sich im Alltag sonst kaum begegnen, etwa in der Nachbarschaft, im Studium oder im öffentlichen Raum? Und wie können Menschen, die neu in Magdeburg ankommen, leichter Anschluss finden?
Um solche Ideen zu fördern, ist die Challenge in zwei Kategorien unterteilt:
Kategorie „Bildungsräume schaffen“
In dieser Kategorie werden Konzepte für Bildungsangebote und Wissensräume gesucht, die neue Wege des Lernens und Austauschs ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise inklusive Lesezirkel, bildende Spaziergänge, Vorträge, Podcasts oder digitale Tutorials. Ebenso willkommen sind Ideen, wie bestehende Räume neu genutzt werden können, damit möglichst viele Menschen einen barrierearmen und sicheren Zugang zu Wissen erhalten und miteinander ins Gespräch kommen.
Kategorie „Stadtraum gestalten“
Magdeburg bietet zahlreiche öffentliche Orte, an denen Begegnung stattfinden könnte – auf Plätzen, in Parks, an Haltestellen oder auf dem Campus. Gesucht werden Veranstaltungs- und Begegnungsformate, die unterschiedliche Menschen zusammenbringen und Austausch auf Augenhöhe ermöglichen. Denkbar sind etwa gemeinsame Straßenfeste, Nachbarschaftsaktionen, Pop-up-Formate auf öffentlichen Flächen wie Spielplätzen oder an Bahnhöfen sowie Konzepte für Kooperationen zwischen Initiativen, Vereinen und Hochschulgruppen.
Die überzeugendste Idee in jeder Kategorie wird mit einem Preisgeld ausgezeichnet.
Mitmachen können Studierende, Mitarbeitende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie engagierte Menschen aus der Stadtgesellschaft. Beiträge können allein oder im Team, als Seminargruppe, Initiative oder auch fachübergreifend eingereicht werden. Gerade diese Offenheit soll dazu beitragen, Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen.
Die Beiträge sollen in Form eines Posters eingereicht werden, das die jeweilige Idee anschaulich darstellt. Einsendeschluss ist Sonntag, der 13. September 2026. Eine fachkundige Jury bewertet die Beiträge nach den Kriterien Dimensionen der Vielfalt, Kreativität und Innovationsgrad, Nachhaltigkeit, Relevanz sowie Wirksamkeit. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im Januar 2027 innerhalb der Aktionswoche „Eine Stadt für Alle“ ausgezeichnet.
Die Diversity Challenge wurde gemeinsam mit der Landeshauptstadt Magdeburg, der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) und der Freiwilligenagentur Magdeburg entwickelt und wird federführend von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Rahmen der europäischen Hochschulallianz EU GREEN veranstaltet.
Als Teil der sogenannten Third Mission der Universität fördert das Projekt den Austausch zwischen Hochschule und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, die sowohl auf dem Campus als auch im städtischen Alltag wirken und so neue Impulse für ein offenes, vielfältiges Magdeburg geben.